Rohnenspitze, Geishorn und Niedersonthofener See
10.08.08
Die vergangene Woche war (zumindest für mich) eine richtig anstrengende für unsere Beine. Montagmittag war ich einen flotten 10er laufen und am Abend mit Jox im Fitnessstudio. Dienstagfrüh haben wir uns im Wald getroffen und sind 22 gelaufen. Mittwoch hab ich pausiert, Jox ist 60 MTB gefahren. Am Donnerstag war “Aktion” angesagt:
Um 6 Uhr haben Jox, Bernhard Kiechle und ich uns für einen Berglauf verabredet. Geplant war was Kleines, so um die drei Stunden im Tannheimer Tal. Bernhard und
Jox kennen sich super in den Bergen aus und so lass ich mich gern überraschen, was die beiden so vorhaben. Als wir in Schattwald ankamen, entschlossen wir uns für die Rohnenspitze und wollten dann
rüber auf den Ponten. Nach einer Stunde, es war kurz nach 8, standen wir auf der Rohnenspitze und genossen die gigantische Aussicht. Wir hatten ein super Bergwetter erwischt. Als wir uns die Berge um
uns herum genauer ansahen wurde beschlossen, aufs Gaishorn zu gehen, von dort am Rauhorn, Kugelhorn und Rote Spitze vorbei zur Landsberger Hütte. Es hat wahnsinnig viel Spaß gemacht, doch hatten wir
uns ein wenig mit der Verpflegung verkalkuliert, da wir nicht auf so einen langen Lauf eingestellt waren. Die Trinkrucksäcke waren zwar voll, aber auch feste Nahrung hatten wir etwas zu wenig. Auf
der Landsberger Hütte sprengten die Getränkepreise unser äußerst knappes Budget (zwei von drei hatten den Geldbeutel im Auto liegen lassen), und so reichte es nur zu einem Spezi für jeden. Wasser aus
dem Brunnen zu trinken wurde uns abgeraten, wegen Bakterien von den auf der Wiese weidenden Schafen. So gings trocken runter ins Tal, vorbei am Traualp- bis runter zum Vilsalpsee. Eigentlich hätt`s
uns nun gereicht, aber wir mußten noch so ca. 8 km auf so einem ätzenden Höhenweg von Tannheim bis nach Schattwald. So hatten wir - als wir wieder vor Bernhards Kombi standen - 32 km, 2200 Höhenmeter
und gute 6 Std. in den Beinen.
(Hier gibts das Video zur Tour)
Sonntag wieder Aktion: Meine Tochter ist derzeit im Zeltlager am Niedersonthofener See und ich wollte sie dort besuchen. Als Streckenlänge hatte ich 48 km ausgerechnet und so wollten wir einen langen Lauf machen. Jox startete um halb sieben in Ottobeuren und ich in MM. Nach 15 km und einen obligatorischen Aral-Tankstellen-Schoko-Donat (ich glaub Jox kann nicht eine Stunde ohne Essen auskommen) später, trafen wir uns in Bad Grönenbach. Von dort ging es weiter über Krugzell, Depsried nach Kempten. Das Laufen auf der Straße (an der Iller entlang wäre zu lang gewesen) schmerzte unsere Achillessehnen und Waden, die am Donnerstag etwas gelitten hatten, doch mehr als wir dachten und so legten wir in Kempten beim “Campomare” eine Cola-Pause ein. Jox entschied sich den Rest des Tages mit Essen und Miri auf der Liegewiese des dortigen Freibades zu verbringen. Das war schon ok so, schließlich hatte er auch noch den Gebirgsmarathon vom letzten Samstag in den Beinen. So lief ich den Rest der Strecke allein weiter, und kam nach insgesamt 56 km (ich hatte mich um 8 km verschätzt) und 5:45 Std. im Zeltlager an.
Nächste Woche wird wohl regenerativ ausfallen, denn keiner von uns beiden ist bisher in einer Woche so viel gelaufen. Regenerativ — Regenerativ??? Da sind Jox und ich verschiedener Auffassung. Ich werde locker laufen, radfahren und ein bißchen schwimmen. Er ist gleich Montag in aller Früh los Richtung Frankreich , die Tour de France-Alpenpässe fahren. OK, - ist ja nicht laufen…
